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Beurteilungskriterien

Spiritueller Verbraucherschutz ist nötig. Auf welcher Basis urteilen diese Seiten?

Spiritueller Verbraucherschutz ist nötig.

Das moderne religiöse Spektrum ist extrem unübersichtlich. Immer neue Gruppen entstehen, immer neue Anbieter treten auf dem „Markt der Weltanschauungen“ auf und preisen ihre Lösungen an. Manche haben ihre Berechtigung und können durchaus hilfreich sein. Andere hingegen nicht. Es gibt auch einen Mißbrauch der Religion.

Die Texte auf diesen Seiten möchten eine Hilfe zur Orientierung bieten.

Wie kann dies erfolgen?

(1) Zunächst gilt es, möglichst präzise Informationen zu Inhalt, Anliegen, Geschichte und Praxis der Angebote zusammenzutragen. Dabei gilt es auch das Selbstverständnis der jeweiligen Gruppe oder Richtung sorgfältig zu erfassen, um Fehleinschätzungen zu vermeiden. (Um die Gewinnung eines umfassenden eigenen Bildes zu erleichtern, sind – soweit vorhanden – Links zu den Selbstdarstellungen der betreffenden Gemeinschaften bzw. Richtungen angegeben.)

(2) Eine Beurteilung kann dann von verschiedenen Perspektiven aus erfolgen:

  1. die kirchliche (theologische) Perspektive
    fragt nach dem Verhältnis der Glaubenslehren zueinander. Das ist vor allem dort von Interesse, wo religiöse Glaubensüberzeugungen formuliert werden. Aber auch wo es sich vordergründig nicht um religiöse Vorgänge handelt, kann es wichtig sein, nach den dahinterstehenden Weltanschauungen zu fragen.
    Die Einschätzung ist dabei auch von den eigenen Glaubenseinstellungen abhängig! Hier ist der Beurteilungsmaßstab die Lehre der Evangelisch-Lutherischen Kirche.
  2. die gesellschaftliche (ethische) Perspektive
    fragt nach der Sozialverträglichkeit bestimmter Angebote, Praktiken und Gemeinschaftsstrukturen. Was folgt für den Einzelnen, seine Familie oder die Gesellschaft aus einem Engagement in einer bestimmten Richtung?

WICHTIG: die Beurteilungen aus theologischer Perspektive müssen nicht mit denen aus ethischer Perspektive übereinstimmen! (Ein Angebot kann, obwohl gesellschaftlich unauffällig, theologisch problematisch sein. Eine Gruppe kann gesellschaftlich sehr konfliktträchtig sein, ohne dass sie religiöse Anliegen vertritt.)