Gotthold Hasenhüttl ist aus der röm.-kath. Kirche ausgetreten

Saarbrücker Theologe zieht Schlussstrich

Der Saarbrücker Theologe Gotthold Hasenhüttl ist aus der röm.-kath. Kirche ausgetreten. Nachdem er beim Ökumenischen Kirchentag 2003 auch evangelische Christen zur Kommunion eingeladen hatte, suspendierte ihn der damalige Trierer Bischof Reinhard Marx vom Priesteramt und entzog ihm später auch die kirchliche Lehrerlaubnis. Beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 in München feierte Hasenhüttl trotz Verbotes noch einmal ein ökumenisches Abendmahl nach der Lima-Liturgie.

Am 28. September zog er einen Schlussstrich unter den jahrelangen Streit mit dem Bistum und trat aus der römisch-katholischen Kirche aus. Nach seinem Verständnis hat er aber lediglich die Körperschaft des öffentlichen Rechts verlassen. Zur Katholischen Kirche als Glaubensgemeinschaft fühlt er sich weiterhin zugehörig. In einem Brief an Bischof Ackermann schrieb er: „Sollte es sich zeigen, dass die Katholische Kirche als Institution sich wieder voll an Jesu Froher Botschaft orientiert, werde ich gerne in ihr meinen Platz wieder suchen.“

HL / Saarbrücker Zeitung 16. 11. 2010

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Dieser Beitrag ist erschienen in Confessio 6/2010 ab Seite 21