Gitter im Bautzener Dom bekommt eine weitere Tür

Ökumenesymbol in Simultankirche

Der Dom St. Petri in Bautzen ist Deutschlands älteste Simultankirche: Seit 1524 ist das Kirchenschiff in eine evangelische und eine katholische Hälfte geteilt. Die Grenze markierte früher ein vier Meter hohes Gitter. In den 1950er Jahren wurde es abgesägt und es blieb ein niedriger Zaun, der auch eine Pforte für den Durchgang bekam.

Nun steht erneut eine Innensanierung an. Im Blick auf den Stand der ökumenischen Beziehungen könnte das Gitter jetzt eigentlich verschwinden. Doch soll es dennoch bleiben, so sind sich beide Konfessionen einig, weil es ein kirchen- und baugeschichtliches Denkmal ist und viele Touristen in den Dom zieht. Eine Änderung ist allerdings doch vorgesehen: Die Zahl der Türen soll verdoppelt werden, um die Durchlässigkeit des Gitters zu erhöhen.

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Autor
HL
Dieser Beitrag ist erschienen in Confessio 3/2013 ab Seite 20