Lama Ole Nydahl verstorben
Der umstrittene Gründer und Leiter des sogenannten „Diamantweg-Buddhismus“, Lama Ole Nydahl, ist am 18. Mai 2026 in Immenstadt (Allgäu) im Alter von 85 Jahren verstorben. Seit 1972 hat er über 650 buddhistische Zentren des Diamantweges weltweit gegründet und regelmäßig besucht. Die Diamantweg-Zentren gehören zur Karma-Kagyü-Richtung des Tibetischen Vajrayana-Buddhismus. Nach der Spaltung dieser Linie hielten sie sich an Thaye Dorje als 17. Karmapa.
Nydahl wurde 1941 in Dänemark geboren. Nach seinem Studium war er mit seiner Frau Hannah in Tibet und wurde vom 16. Karmapa zum Lama ernannt, um Karma-Kagyü-Zentren im Westen aufzubauen. Der große Erfolg seiner Unternehmungen verdankt sich möglicherweise der Tatsache, dass er eine Art „Buddhismus Light“ praktizierte. Dieser kombinierte seine Vorliebe für schöne Frauen und schnelle Motorräder mit östlicher Spiritualität. Konflikte mit der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) gab es immer wieder wegen seiner rassistischen Äußerungen und undifferenzierten Islamfeindschaft. Im Juni 2019 erklärte der Buddhistische Dachverband Diamantweg (BDD) seinen Austritt aus der DBU, um einem drohenden Ausschluss zuvor zukommen.
Zum BDD gehören 129 Zentren in Deutschland. In Sachsen gibt es Zentren in Chemnitz, Dresden und Leipzig.
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