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Christentum und Rechtsextremismus

Zum Gegensatz von Universalismus und Partikularismus
Weltweit gerät derzeit die Demokratie durch autoritäre Kräfte massiv unter Druck. Rechtsextreme Parteien erhalten in erschreckendem Ausmaß Wählerstimmen. Dies gelingt ihnen unter anderem, weil sie sich bürgerlich tarnen. Damit wird oftmals nicht bewusst, wie fundamental unterschiedlich die Konzepte sind. Dies hat eine religiös-weltanschauliche Dimension. Der folgende Artikel befasst sich mit diesem Gegensatz.

Digitale Desinformation

Was unser Miteinander zerstört
Mit dem Aufstieg der digitalen Medien vollzog sich das Comeback des Rechtsextremismus in den letzten Jahren. Phänomene wie PEGIDA in Dresden hätte es ohne Facebook nicht gegeben. In der Aufmerksamkeitsökonomie der Algorithmen werden Hass und Hetze verstärkt, weil sie Emotionen triggern. Das ist toxisch für das Miteinander. Dazu kommen gezielte Manipulationen, Desinformation und Bot-Armeen zur Meinungsmanipulation. Darauf ist die Demokratie nicht vorbereitet.

Seelsorge an Geistern

Zu Besuch bei der spiritistischen Studiengruppe Allan Kardec
Spricht man von „Spiritismus“, dann denken die meisten Menschen spontan an bestimmte Praktiken zur Geisterbeschwörung. Es gibt auch eine andere Seite des Spiritismus. Diese ist nicht vordergründig auf spektakuläre Phänomene orientiert. Sie zeigt sich in Form organisierter Religionsgemeinschaften mit dem Anspruch, eine Weltanschauung zur Welterklärung zu bieten. Im Rahmen der EZW-Exkursion im September 2025 in München hat eine Gruppe von kirchlichen Beauftragten für Weltanschauungsfragen die dortige „Spiritistische Studiengruppe Allan Kardec“ besucht.

Reconquista gegen liberale Kirche

Crossbearers-Konferenz in Wittenberg
Das Kreuz nehmen – diese Redewendung stand im hohen Mittelalter für die Absicht, an einem Kreuzzug teilzunehmen. Eine direkte Anknüpfung an die militante Sprache und Rhetorik der Kreuzzugstradition hat seine Problematik. Diese Sorge scheint in der Bewegung der „Crossbearers“ („Kreuzträger“) nicht besonders ausgeprägt zu sein. Diese Gruppe hatte für den Reformationstag 2025 zu einer „Reconquista-Konferenz“ in die Lutherstadt Wittenberg eingeladen.

Kultus in Dunkelviolett

Zu Besuch bei der Christengemeinschaft in Dresden
Die Christengemeinschaft ist etwas Besonderes unter den diversen Religionsgemeinschaften der Gegenwart. Sie bildet eine Brücke zwischen Christentum und Esoterik. Dabei ist ihre christliche Komponente wiederum eine Mischung aus evangelischen und katholischen Elementen. Die esoterische Hälfte verbindet die Spekulationen der anglo-indischen Theosophischen Gesellschaft mit Elementen der abendländischen esoterischen Tradition, wie sie Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) vorgenommen hatte.

Wegmarken der Verständigung

Texte für ein neues Verhältnis zwischen Christen und Juden
Das Projekt „Dokumente Kirche und Judentum“ hat etliche Texte zum Verhältnis von Kirche und Judentum gesammelt und online leicht zugänglich gemacht. Zwei bedeutende Beispiele sind hier ausgewählt: Die Selisberger Thesen von 1947 und Auszüge aus Dabru Emet („Redet Wahrheit“), einer Stellungnahme von 170 Personen des jüdischen Lebens.

Wasser, Salz und Asche

Zur Taufe der Christengemeinschaft
Die Taufe der Christengemeinschaft ist vonseiten der evangelischen, der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirchen nicht als christliche Taufe anerkannt. Dies hat zur Konsequenz, dass bei einem Übertritt von der Christengemeinschaft in die evangelische Kirche eine christliche Taufe zu vollziehen ist. Was sind die Gründe dafür?

Gottes Verschwörung?

Betrachtungen zum Verhältnis von Verschwörungsmythen und Religion
In Fortbildungen zum Thema „Verschwörungsideologie“ kommt mit großer Regelmäßigkeit die Frage nach der Unterscheidung von Verschwörungsdenken und Religion auf – insbesondere im säkularen Kontext. Ist religiöser Glaube nicht auch eine Variante eines großen Verschwörungsdenkens, wo übermächtige Wesen im Hintergrund die Fäden ziehen?

Die Kirchen als Unterstützer der Demokratie

Ein #aufgetischt-Themenabend mit Wolfgang Thierse

Die Demokratie ist derzeit unter Druck. Was kann die spezifische Rolle der Kirchen in dieser Situation sein? Ist es eine kirchliche Aufgabe, sich an Demonstrationen zu beteiligen? Wo sind die Schnittmengen von Kirche zum demokratischen Rechtsstaat?